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DIGITALE MASTERPIECES

Digitales Masterpiece - Das Adventsrätsel bei Computer und Kommunikation - RÄTSEL 1 - KERNSPEICHER

Der Kernspeicher ist der erste verlässliche digitale Speicher, der nichts vergisst, wenn man den Strom abschaltet. Insofern ähnelt er den heutigen Flashspeichern, wie man sie von Smartphones und USB-Speicherchips kennt. Die Industrie stürzte sich Mitte der 1950er Jahre auf die in Handarbeit hergestellten, fein verdrahteten Kernspeicher, weil sie viel zuverlässiger waren als die Röhren. Abgelöst hat die Technik in den 1970er Jahren das Silizium mit seinen Transistoren.

Audio: ->  Auflösung Rätsel 1: Kernspeicher

Bild: Maximilian Schönherr, DeutschlandradioDer Kernspeicher sieht mit dem bloßen Auge betrachtet wie ein Stück Teppich aus. Seine Stromleitungen sind durch regelmäßig angeordnete Magnetringe hindurchgeflochten. Diese Ringe sind die Kerne, die dem Speicher seinen Namen geben.

Je nach magnetischer Ladung speichert jeder der Kerne eine Null oder eine Eins - ein Bit. Heute hört sich skurril an, was damals schlimm war: Der Kernspeicher wurde elektrisch „ausgelesen“ und dabei die gespeicherte Information zerstört. Deswegen gilt der aus China in die USA ausgewanderte Ingenieur An Wang als eigentlicher Erfinder der Kernspeichertechnik, weil er mit seiner „Write after read“-Methode diesen Grunddefekt umschiffte. Ein Kollege Wangs, der MIT-Professor Jay Forrester, erfand ein Verdrahtungsverfahren, um mit wenigen Drähten komplexe Strukturen beschreiben und auslesen zu können. Von Forrester stammt die 45°-Struktur der Kernspeicher-Gitter, die damals eine automatische Herstellung unmöglich machte.

Bild: Maximilian Schönherr, DeutschlandradioEs gab zahlreiche Rechtsstreits um die Kernspeicher, vor allem weil der damals größte Computerkonzern IBM die Speicher bereits in Billiglohnländern handfertigen ließ und an die Flugsicherung und das Militär verkaufte, während die Patente noch in der Schwebe waren.

Der Erzähler des Kernspeicher-Masterpiece-Rätsels vom 30. November 2013 ist der Leiter des Lehrstuhls für Rechnerarchitektur Ulrich Brüning. Er musste nicht lange suchen, um einen schönen Kernspeicher von etwa 10x10 cm auf den Tisch zu legen. Natürlich einer IBM-Maschine entnommen.

Nächsten Samstag geht es hier weiter mit dem digitalen ›Masterpiece‹



Frage 20 : Die Ringe wurden in der nächste Generation ersetzt durch
  1. Laschen
  2. Transistoren
    right

Frage 19 : Das Masterpiece wird in der IT mit "Kern" assoziiert. Dabei braucht man eigentlich, um Drähte durchzufädeln, einen
  1. Würfel (Cube)
  2. Ring (Torus)
    right

Frage 18 : Unser Objekt hat eine Leseleitung. Hat es dann auch
  1. eine lange Leitung?
  2. eine Schreibleitung?
    right

Frage 17 : Wenn man den Titel dieses Soloalbums mit Großbuchstaben schreibt, erhält man
  1. ein Akronym
    right
  2. eine Jahreszahl

Frage 16 : Wie heißt das erste Soloalbum von Paul McCartney mit seiner Frau Linda?
  1. Beatles revisited
  2. Ram
    right

Frage 15 : Einen Ring braucht man
  1. zum Speichern
    right
  2. zum Bohren

Frage 13 : Warum ist es weg, wenn man nachguckt:
  1. weil erst das Gegenteil zeigt, was war
    right
  2. weil weg, weg ist

Frage 13 : Wenn man in unserem Ding nachguckt, was ist, dann
  1. ist es danach weg
    right
  2. bleibt es da

Frage 13 : In einem Festspeicher
  1. bewegt sich etwas
  2. bewegt sich nichts
    right

Frage 12 : Unser Masterpiece war Wegbereiter moderner
  1. Speichertechnologie
    right
  2. C++ Programmierung

Frage 12 : Unser Masterpiece funktioniert nach dem Prinzip der
  1. Remineszenz
  2. Remanenz
    right

Frage 11 : Das gesuchte Ding weist eine Strickmusterstruktur auf. Wurde es
  1. mit Händen unter dem Mikroskop zusammengebaut?
    right
  2. durch geschickte Mikro-Integration verdrahtet?

Frage 8 : In der Technik (und unserem gesuchten Objekt) spielt folgendes eine Rolle:
  1. Hysterie
  2. Hysterese
    right

Frage 8 : Unser gesuchtes Objekt war bis ca. 1980 im Einsatz. Damals kostete ein Bit
  1. 1000 Dollar
  2. 0,01 Dollar
    right

Frage 7 : Das gesuchte Objekt hat mit Magnetismus zu tun. Spielt Magnetismus in der heutigen IT noch eine Rolle?
  1. Nein, Lichtleiter haben den Magnetismus ersetzt.
  2. Ja, zum Beispiel bei Festplatten.
    right

Frage 5 : In Computer & Kommunikation kommt dieses Objekt selten vor, weil es
  1. heute keine Rolle mehr spielt
    right
  2. mit Datenschutz zu tun hat

Frage 3 : In den Anfängen der Entwicklung unseres Objekts spielten zwei Forschungseinrichtungen eine Rolle, von denen eine kein Interesse hatte. Diese war
  1. das Kernforschungszentrum Jülich
  2. Harvard
    right

Frage 3 : Wenn man die Fertigung einer Ware ins Ausland gibt und von schlecht bezahlten Arbeitern fädeln und löten lässt, dann
  1. wird das Endprodukt besser als zu Hause
  2. handelt es sich um Ausbeutung
    right

Frage 2 : Also ging unser chinesischer Ingenieur und Physiker 1949
  1. zum MIT und stritt sich später mit IBM
    right
  2. zu BMW und stritt sich später mit der FDP

Frage 1 : Die Idee zu unserem Masterpiece kam einem Chinesen in den USA. War er
  1. in Shanghai geboren und nach Hogwarts ausgewandert?
  2. in Shanghai geboren und nach Harvard ausgewandert?
    right

 
 
szmtag
 

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